Berufliches Gymnasium - Gymnasiale Oberstufe

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

 

Gemeinsamkeiten

  • Für beide Schulformen gilt die gleiche Verordnung und damit gelten auch dieselben Zugangsvoraussetzungen (siehe unten).
    Broschüre zum Beruflichen Gymnasium
     
  • Das hessische Landesabitur betrifft ab 2007 alle allgemeinbildenden Fächer in beiden Schulformen. Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums und der gymnasialen Oberstufe werden dieselben schriftlichen Abiturvorschläge bekommen.
     
  • In beiden Schulformen wird spätestens ab der Qualifikationsphase (früher Jahrgang 12) im Kurssystem unterrichtet. Sie wählen Leistungskurse und Grundkurse. Die Bewertung dieser Kurse fließt ab der Q1in die Abiturwertung ein.
     
  • Der Abschluss ist in beiden Schulformen das Abitur. Das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife berechtigt zum Studium für alle Studienrichtungen an einer Universität oder Fachhochschule in der Bundesrepublik Deutschland und bildet zunehmend die Grundlage für qualifizierte Funktionen in der Wirtschaft.

Unterschiede

  • Für die Schülerinnen und Schüler, die in den Jahrgangsstufen 7 bis 10/6-9 durchgehend in der zweiten Fremdsprache unterrichtet wurden, ist im beruflichen Gymnasium nur eine Fremdsprache verpflichtend - in der Regel Englisch.
     
  • Eines der beiden Leistungsfächer ist das berufsbezogene Schwerpunktfach - an der Friedrich-List-Schule ist es also Wirtschaftslehre (und hier besonders Betriebs-wirtschaftslehre). Das andere Leistungsfach kann Deutsch, Englisch oder eine Naturwissenschaft (Mathematik, Biologie) sein. Die Wahlmöglichkeiten in der gymnasialen Oberstufe sind größer.
     
  • In der Einführungsphase werden zwei naturwissenschaftliche Fächer nach Wahl belegt. Ab der Q1 wird an der Friedrich-List-Schule nur noch eine Naturwissenschaft unterrichtet.

 

Die Vorteile des Beruflichen Gymnasiums

  • Allgemeine Hochschulreife
  • Herausbildung und Förderung der Studierfähigkeit
  • Erleichterung des Einstiegs in kaufmännische Berufsfelder mit und ohne Studium

Inhalte des berufsbezogenen Bereichs

Innerhalb dieses Bereichs werden drei unterschiedliche, jedoch zusammen gehörende Gebiete unterschieden: Wirtschaftslehre, Datenverarbeitung und Rechnungswesen.

 

  • Wirtschaftslehre
    Hier geht es um betriebs- und volkswirtschaftliche Probleme, z. B. Investitionen, Produktion, Finanzierung, Zinsen, Rationalisierung, Arbeitsrecht, Wachstum, Monopole, Marktwirtschaft, Globalisierung usw.
    Sie sollen solche Begriffe erklären können, über Ursachen und Folgen Bescheid wissen, Zusammenhänge begreifen. Sie sollen beurteilen, mitreden und später vielleicht mitentscheiden können.
    Folgende Leistungskurse mit betriebswirtschaftlichen Schwerpunkten werden bisher angeboten: ‚Produktion’, Investition und Finanzierung’, ‚Einkommen, Beschäftigung, Konjunktur’ und ‚Marketing’.
    In diesen Kursen geht es um Probleme der Produktion und des Absatzes von Waren, um die Beschaffung von Rohstoffen, Maschinen, und Geldmitteln, um Planung und Kontrolle betrieblicher Abläufe und Ergebnisse, letztlich um Gewinn und Verlust.
     
  • Rechnungswesen
    Hier erlernen Sie die Finanzbuchhaltung, die Erstellung des Jahresabschlusses sowie die Bilanzanalyse. Sie werden sich mit Fragen der Kalkulation und der Kostenrechnung beschäftigen, um beispielsweise die Frage beantworten zu können, wie viel an einem bestimmten Produkt verdient werden kann.
     
  • Datenverarbeitung
    Sie werden geschult in der Benutzung von weit verbreiteter Standardanwendungssoftware wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Datenbanken. Selbstverständlich werden kaufmännische Probleme mit Hilfe der Datenverarbeitung gelöst.
    Mit modernen Computern werden Sie auch eine objektorientierte Programmiersprache erlernen, die auch an Universitäten gelehrt wird.
    Dabei werden Sie auch lernen, wie Computer und die peripheren Geräte arbeiten und was sie leisten können.

Aufnahmevoraussetzungen

  • Versetzung in die Einführungsphase einer gymnasialen Oberstufe
  • Mittlerer Abschluss + Eignung
    Deutsch, Englisch, Mathematik und eine Naturwissenschaft  müssen im Durchschnitt besser  als befriedigend sein (mind. 2,75 im B-Kurs)
  • Alle übrigen Fächern im Durchschnitt besser als befriedigend
    Einbeziehung der Gesamtpersönlichkeit des  Schülers/der Schülerin