Friedrich-List-Schüler reisen nach Lima

Mit der Reise einer kleinen Gruppe von 11-Klässlern nach Peru beginnt die neue Schulpartnerschaft der Friedrich-List-Schule mit der Weberbauer-Schule in Lima. Familien- und Schulalltag in der peruanischen Hauptstadt begeistern die Kasseler ebenso wie die Inkastätten in den Höhen der Anden.

Nach vielen Flugstunden werden die Kasseler Schüler am Flughafen von Lima von ihren Gastfamilien mit Spruchbändern und Luftballons herzlich empfangen. Es folgenden zwei Wochen, in denen sie neben dem Schulalltag in der Weberbauer-Schule die verschiedenen Gesichter Limas kennen lernen; so z. B. die pueblos jovenes (jungen Dörfer), die Elendsviertel, die stetig an den kahlen Hängen der Bergzüge rund um die Stadt anwachsen. Sie sind das Zuhause der Vielen, die seit Jahrzehnten massenhaft vom Land in die Hauptstadt ziehen. In den immer verstopften, chaotischen Straßen und den Abgasen im Zentrum Limas erinnern sich die Nordhessen gern an den Verkehr und die Luft daheim. Das andere Gesicht Limas entdecken Sie in den schmucken Villenviertel hinter Mauern, den Strandbädern am Pazifik und der historischen Altstadt mit ihren prächtigen Bauten aus der spanischen Kolonialzeit, die seit 1991 zum UNESCO-Welterbe zählt. Ebenso Prächtiges aus vorkolonialen Epochen einstiger Kulturen Perus bieten die zahlreichen Museen der Stadt. Das Museo d’Oro (Goldmuseum) etwa gibt den Kasseler Schülern mit seinen Exponaten eine Ahnung vom legendären Goldreichtum der Inkas.

Archäologische Zeugnisse der vorspanischen Inkakultur erwarten die Kasseler Schüler auf ihrer dreitägigen Tour ins peruanische Andenhochland. Nach kurzem Flug landen sie auf gut 3 400 m in Cusco, der einstigen Hauptstadt des Inkareiches. Der erste Inka (= Bezeichnung des jeweiligen Herrschers) gründete sie der Legende nach um das Jahr 1200. Unbeeindruckt von der drohenden Höhenkrankheit erkundet die kleine Schülergruppe Ausgrabungsstätten rund um Cusco und erfährt von ihren Reiseleitern von der wechselvollen Geschichte und den häufigen Zerstörungen der Stadt. Allerorts finden sich in der Altstadt Überreste der Inkaarchitektur mit den charakteristischen, riesigen Steinquadern, auf denen die spanischen Eroberer nach der Zerstörung der Inkatempel und -paläste zahlreiche Kirchen und die Kathedrale erbauten. Zum Höhepunkt der Andenreise besuchen die Kasseler die 1911 entdeckte Inkastadt Macchu Pichu – der Touristenmagnet Perus.