Schulchronik

Die Geschichte der Friedrich-List-Schule

 

Was macht die Geschichte der FLS aus? Reicht es, die Daten aufzulisten, aufzuzählen, wann welcher Direktor die Schule geleitet hat? Wann welche Schulform zur FLS kam? Wann welche Räume und Ausstattungen die FLS erhalten hat? Gehört zur Geschichte einer Schule nicht ebenso hinzu, was die Menschen, die in dieser Schule arbeiten und miteinander umgehen, bewegt, welche Vorstellungen , Werte, Ziele, Handlungsweisen sie haben? Das Datengerüst der Schule ist recht schnell und einfach zu erstellen, schwierig dagegen wird es, den zweiten Fragenkomplex zu beantworten, denn aufgrund des vorliegenden Materials konnten hierzu Antworten nur ansatzweise gefunden werden. Hinzu kommt, dass gerade diese Fragestellungen der Perspektivität des Betrachtenden unterliegen, wie im Übrigen jegliche Geschichtsbetrachtung. Als Material standen uns die Konferenzprotokolle, Zeitungsartikel und für die 50er Jahre die Schulzeitung “Die Kopierpresse” zur Verfügung, ab Mitte der 70er Jahre fließen dann eigene Erfahrungen bzw. die Erinnerung daran in die Darstellung ein.

 

Erste Jahre

Als im Frühjahr 1949 die Wirtschaftsoberschule am Standort Kirchditmold eingerichtet wurde, bestand seit 1927 in diesem Gebäude eine Handels- und Höhere Handelsschule. Die Schule leitete in der Nachkriegszeit Dr. Mötzing, das Kollegium umfasste 1947 14 Lehrkräfte, 1949 bereits 28 .

1947 wurden die Kollegen vom Schulamt aufgefordert, eine Beurteilung der Persönlichkeit eines Kollegen für die Spruchkammer zu verfassen.

Im Dezember 1949  wurden alle Kolleginnen und Kollegen als Beamte auf Widerruf vereidigt.

Die ersten uns zugänglichen Konferenzprotokolle lassen deutlich werden, dass die Beschaffung von Lehrmitteln eines der vorrangigen Probleme war, ebenso wie die Unterstützung von hilfsbedürftigen Schülern und die Organisation der Schulspeisung.  Ein weiteres zentrales Thema war seit 1947 die Errichtung der Wirtschaftsoberschule. Fragen zum der Aufnahmeprüfungen, des Fächerkanons, der Unterrichtsinhalte, der Studienberechtigung des Abschlusses beschäftigten - auch noch nach der Einrichtung der Wirtschaftsoberschule - die Konferenz.  Auf ministerielle Empfehlung wurde 1949 eine Schulzeitung herausgegeben, die “Kopierpresse”, die es den Schülern ermöglichen sollte, sich in demokratische Verhaltensweisen einzuüben. “Möge diese Schulzeitung der Träger des Geistes unserer Anstalt nach außen hin sein. (...) Ich hoffe bestimmt, daß unsere Schulzeitung in abwechslungsreicher, interessanter und anregender Arbeit die Gefahren der Kritiksucht und Verflachung vermeiden wird. Wenn die Zeitung Kritik übt, dann tue sie es mit Takt...” (Dr. Mötzing , Zum Geleit, Heft 1/1949) . Dieser Aufforderung kam die “Kopierpresse” nach. Sie zollte den Lehrern den gewünschten Respekt, indem sie  deren Anstrengungen und Leistungen stets anerkennend kommentierte. 

Die 50er Jahre

Die am 1.4.1949 eingeschulten Schüler der Wirtschaftsoberschule legten im März 1952 die Reifeprüfung ab, alle zugelassenen Schüler der beiden Wirtschaftsoberschulklassen WO I und WO II  haben bestanden. Im Murhardsaal fand die feierliche Verabschiedung unter Mitwirkung eines Streichquartetts des Städt. Konservatoriums statt.  Neben dieser Wirtschaftsoberschule (Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung) der Stadt Kassel, die das “Reifezeugnis” erteilt hat, gab es noch eine Klasse “Abiturientenlehrgang” mit 21 Schülern, die das “Abschlußzeugnis” erhielten (Betriebswirtschaftlicher Lehrgang für Abiturienten an der Wirtschaftsoberschule).Das Abschlusszeugnis berechtigte damals zum Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, es vermittelte also eine fachgebundene Hochschulreife. Mit einer Ergänzungsprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache konnten die Absolventen ab 1956 auch die allgemeine Hochschulreife erwerben.

Typisch für diese Zeit ist das relativ hohe Alter der Schüler (z.T. Geburtsjahrgang 1927), was dadurch zu erklären ist, dass diese Schulform einmal für Schüler mit einer abgeschlossenen kaufmännischen Ausbildung gedacht war und zum anderen Spätheimkehrer und Flüchtlinge diese Schulform wählten. Auch der Beginn der 50er Jahre war vom Mangel gekennzeichnet,  Mangel an Raum, Strom,  Kohle (Kohleferien!), Unterrichtsmaterial. Hinsichtlich der Unterrichtsinhalte waren die Kollegen gefordert, sich neu zu orientieren. Für das Fach Geschichte galten jetzt andere Ziele, es sollte weniger Wert auf Wissensvermittlung gelegt werden, stattdessen sollte auf das “Wirken” und die Folgen stärker eingegangen werden. Besonders betont wurde, dass die neuste Geschichte keinesfalls vernachlässigt werden dürfe, lieber solle man “vorher schneller durchpauken”. Aus den protokollierten Zwischenbemerkungen der Kollegen geht hervor, dass Unsicherheit in Bezug auf die Vermittlung dieser Zielsetzung bestand.

Eine weitere Neuerung war die Einführung des Faches Religion, hier sollten in erster Linie christliche Werte vermittelt werden. Auch in der “Kopierpresse” wurde das Fach “Christliche Lebenskunde” diskutiert. Den Beiträgen der Schulzeitung ist anzumerken, wie sehr die Schüler um eine  traditionelle Werteorientierung bemüht waren. So wurden Lektürevorschläge und Buchbesprechungen verfasst, die ausschließlich die Literatur des 19. Jahrhunderts beinhalten. Bildungsziel war die Bewahrung von Traditionen. Dies wird besonders deutlich an der Diskussion um die Bedeutung des Jazz  (“Urwaldmusik”, wie es provozierend in einem Beitrag hieß).

Doch auch modernen Medien gegenüber zeigten sich die Schüler aufgeschlossen, so wurden die Filme (Heimatfilme und Komödien), die in Kassel zur Aufführung kamen, wohlwollend besprochen. Von Reisen innerhalb Deutschlands, aber auch von den ersten Auslandsaufenthalten  wurde berichtet. Ferner nahmen die Schüler antizipierend Stellung zu den politischen Themen der Zeit, insbesondere war die Integration der BRD in die westeuropäische Gemeinschaft Thema. Den Artikeln ist anzumerken, dass die Schüler bestrebt waren, sich für die Zukunft zu engagieren, die Beschäftigung mit der Vergangenheit fand dagegen nicht statt. 1955 beschloss die Konferenz, dass die Schüler alle drei Strophen des Deutschlandliedes kennen sollten, obwohl die Nationalhymne ausschließlich die dritte Strophe beinhaltet.

Die 60er Jahre

1961 schied der langjährige Direktor Dr. Mötzing aus. 1962 wurde Herr Oberstudiendirektor Karl Reichelt Schulleiter.

Die Struktur der Friedrich-List-Schule veränderte sich in diesen Jahren  entscheidend: Am Standort Kirchditmold verblieb die Friedrich-List-Schule als kaufmännisch-berufliche Vollzeitschule mit sechs WO-Klassen und sechs Handelsschulklassen. Der Standort der kaufmännischen Berufsschule für die Teilzeitklassen wurde der Neubau in der Schillerstraße. 1963 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, neben der Wirtschaftsoberschule ein Wirtschaftsgymnasium einzurichten. Aufgrund des Hamburger Abkommens vom 18.10.1964 wurden im Jahre 1967 diese gymnasialen Zweige der Wirtschaftsoberschulen in Hessen allgemeinen Gymnasien als wirtschaftliche Zweige angegliedert. In Kassel wurden die neuen Klassen des Wirtschaftsgymnasiums an die Heinrich-Schütz-Schule angegliedert, dieser Ausbildungsgang führte zur vollen Hochschulreife. Er unterschied sich von der Ausbildung auf der bisherigen Wirtschaftsoberschule dadurch, dass nicht einzelne wirtschaftliche Fächer gelehrt werden, sondern dass in einem siebenstündigen Schwerpunktfach dem Schüler Einsicht in wirtschaftliche Zusammenhänge ermöglicht wird. Die traditionellen Bildungsinhalte der Gymnasien werden weiter gepflegt.

An dieser Schulform konnte bis 1971 ausschließlich die fachgebundene Hochschulreife erworben werden. 1969 erhielt die Schule ein Sprachlabor, zum 20jährigen Bestehen einen Lehrcomputer (der wohl nie für unterrichtliche Zwecke genutzt wurde), und Russisch wurde neben Französisch und Spanisch als zweite Fremdsprache genehmigt.

Aus den Protokollen dieser Jahre ist zu entnehmen, dass diese Veränderungen  ständige Diskussionen um Inhalte und Abschlüsse mit sich brachten.

Daneben wurde aber auch thematisiert, dass die Lehrer zunehmend mit den Leistungen der Schüler unzufrieden sind. Auf der einen Seite wurden Forderungen nach verschärften Aufnahmebedingungen, verschärften Anforderungen bei der Durchsetzung der Unterrichtsziele, nach kleineren Klassen geäußert, andererseits wurden Befürchtungen  formuliert, dass dann die Existenz der Schule gefährdet sei. Überhaupt nahmen in den 60er Jahren die Beschwerden über das Verhalten der Schüler zu. Die Schüler wollten eine eigene Schülerzeitung “Kontraste” nennen, die Namensgebung löste Diskussionen aus, weil die Befürchtungen bestanden, dass die Schüler sich in einen bewussten Gegensatz zur Schule stellen könnten. Das im Vergleich zu den 50er Jahren “neue” Selbstbewusstsein der Schüler drückte sich darin aus, dass die SMV in Konferenzen Anhörrecht beantragte. Auch hier gab es Befürchtungen, dass die Schüler Konferenzgeheimnisse erfahren könnten, dass außerdem dieses Anhörrecht überflüssig sei, da die SMV von der Schulleitung informiert werde. 1966 kam es wegen kritischer, ironischer Beiträge in der Schülerzeitung zum Eklat. Auf die Artikel, die politische Würdenträger (“Bundespräsident Lübcke will sich weiterbilden” ), gesellschaftliche Institutionen (“Die Kirche ist nur noch eine Farce”) und die Bewältigung des Nationalsozialismus betrafen, reagierte das Kollegium mit der Forderung nach Verbot der Zeitung, nach einer schriftlichen Entschuldigung der Schüler und einer schriftlichen Distanzierung des Kollegiums von den Schüleräußerungen.

Die 70er Jahre

Die schon in den späten 60ern einsetzende Politisierung der Schüler nahm in diesem Jahrzehnt zu. Aus den Protokollen geht hervor, dass sich die SV wie nie zuvor und wie nie danach um die Aufarbeitung der aktuellen politischen Probleme (Vietnamkrieg, Berufsverbote, Lehrermangel) im Unterricht, in Vollversammlungen, bei Demonstrationen und Streiks  bemühte. Die Bereitschaft des Kollegiums, auf diese Wünsche einzugehen, war gegeben, denn seit Ende der 60er Jahre wurden zunehmend junge Kollegen eingestellt, die die Studentenbewegung miterlebt hatten und damit ein anderes Selbstverständnis des Lehrers zeigten.(Für die jungen Lehrer bestand kein Problem darin, sich von den Schülern duzen zu lassen, doch auf Anweisung der Schulleitung hatte dies zu unterbleiben.) Dennoch, die neue Schulleitung, seit 1973 leitete Herr Oberstudiendirektor Klaus Müller  die Schule, und ihm zur Seite standen ebenfalls junge, neu ins Amt berufene Studiendirektoren, war bemüht, den Schülern im Rahmen der Erlasslage Handlungsspielraum zu geben.

1974 wurde erstmalig die Frage nach der Einführung  der Fünf-Tage-Woche gestellt, über 10 Jahre sollte dies ein “Dauerbrenner” auf Konferenzen bleiben, ebenso wie die Diskussion um das Thema “Rauchen”. Auch die Raumfrage – die Schülerzahlen waren inzwischen so gestiegen, dass die List-Schule teilweise in bis zu drei Außenstellen (Volkshochschule, Auefeld-Schule, ehemaliger amerikanischer Kindergarten in der Kennedy-Straße, DAK-Gebäude, Droste-Hülshoff-Schule, Harleshäuser Grundschule und Mergell-Schule) Unterricht erteilen musste, was immer wieder zu Konflikten führte – und damit auch die Standortfrage beherrschten die Diskussion, bis 1986 die Frage dahingehend entschieden wurde, dass der Standort Kirchditmold erhalten bleibt und um das angrenzende Gebäude der Realschule erweitert wird.

Die Konferenzen beschäftigten sich in den 70ern ferner mit der Frage, wie die 1977 einzuführende Oberstufenreform durchzuführen sei. Seit 1971 erhielten die Absolventen des Wirtschaftsgymnasiums mit bestandener Reifeprüfung die allgemeine Hochschulreife, d.h., neben den Schwerpunktfächern Wirtschaftslehre und Rechnungswesen mussten die Schüler in den allgemeinbildenden Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik eine schriftliche Prüfung ablegen. Die praktischen Fächer und das Praktikum entfielen.

Die 80er Jahre

1981 wird die Gesamtkonferenz darauf hingewiesen, dass die finanzielle Lage des Landes Hessen es notwendig mache, Einsparungen im Bereich der Ausstattungen und im personellen Bereich durch “Umdispositionen” zu erzielen ( d.h., eine ausscheidende Sekretärin wird durch eine Halbtagskraft ersetzt, ein Hausmeister betreut zwei Schulen). Seit Beginn der 80er Jahre wurde erstmalig auf Verfügung des RP die Drogenproblematik in den Schulen diskutiert, und ein Kollege wurde zum Drogenbeauftragten ernannt. Auch die Umweltproblematik rückte in den Blickpunkt, es wurde angeregt, einen Altpapiercontainer auf dem Schulhof aufzustellen.

Erstmalig wurde vorgeschlagen, einen Aktionstag zum Thema “Schule” an der FLS durchzuführen. Die Planung und Auseinandersetzung mit dem Staatlichen Schulamt zog sich bis 1985 hin: Im Oktober 1985 wurde der erste Projekttag zum Thema “Aktuelle Technologien in Wirtschaft und Verwaltung – Chancen und Risiken“ durchgeführt. Die Schüler besuchten in Klassen- bzw. Kurszusammensetzungen entsprechend einem vorgegebenen Programm die meist von schulfremden Referenten gestalteten Veranstaltungen.

Am 17.Nov. 1983 fand die erste Pädagogische Konferenz statt, da in den letzten Jahren zunehmend problematische Fälle in Ordnungsverfahren abgehandelt werden mussten.

Die 90er Jahre

Seit Mitte der 90er Jahre macht sich eine spürbare Veränderung an der FLS bemerkbar, der Wunsch, “Schule gemeinsam  gestalten” zu wollen, wurde durch die Zunahme der Probleme in anderen Schulformen, aber auch durch die wachsende Schülerzahl in der Oberstufe immer stärker. Vielen Kollegen wurde deutlich, dass die Probleme der Schüler mit den althergebrachten Methoden nicht zu lösen sind, neue Unterrichtsmethoden, andere Umgangsweisen und neue Medien werden notwendig.

Die neuen Kursstrukturpläne greifen diese Aspekte auf, indem fächerübergreifender Unterricht handlungsorientierter, lebensweltorientierter Unterricht  durchgehend als Anforderung formuliert werden. Haben die pädagogischen Konferenzen für das berufliche Gymnasium bisher relativ wenig konkrete Veränderungen erbracht, werden die Kollegen durch die neue Verordnung zur gymnasialen Oberstufe, die diese Schulform an die allgemeinbildenden Gymnasien angleicht, vor neue Herausforderungen gestellt.

Anfang der 90er Jahre wurde auf den Konferenzen auf Antrag der Schüler über eine angemessene Verabschiedung der Abiturienten diskutiert. Zunehmend äußerten die Schüler das Bedürfnis, ihre Entlassung in einem feierlichen Rahmen zu gestalten. 1990 wurden die ersten Kontakte zu Schulen in Thüringen hergestellt, Kollegen aus Arnstadt besuchten die FLS, um sich über Schulalltag, Lerninhalte, Unterrichtsvermittlung zu informieren. Kollegen der FLS machten Rückbesuche, um die Ost-Kollegen auf den “richtigen pädagogischen Weg” zu bringen.

Seit Beginn der 90er Jahre besuchen zunehmend Schüler aus osteuropäischen Staaten die Friedrich-List-Schule, um hier ihr Abitur zu machen.

Anfang der 90er Jahre verbesserte sich sukzessive die Raumsituation, die Umbaumaßnahmen wurden nach und nach abgeschlossen, sodass beide Gebäude renoviert, moderne neue Fachräume bezugsfähig waren.

Diese Verbesserung wurde schnell durch steigende Schülerzahlen eingeholt, auch die Lehrerversorgung verschlechterte sich. Nur selten wurden ausscheidende Kollegen  durch Neueinstellungen angemessen ersetzt.

Die zweite Hälfte der 90er Jahre war zudem durch den Direktorenwechsel geprägt, Herr Müller verließ die Schule, Herr Nozulak wurde (auch nach dem Wunsch des Kollegiums) neuer Schulleiter der FLS.

Das neue Jahrtausend

Viele neue Stationen kennzeichnen den Weg der FLS in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts. Die „List“ wird Europaschule und knüpft viele weitere internationale Kontakte. Zu den bewährten Partnern kommen Schulen Russland, China und Tschechien hinzu. Praktika im Ausland werden möglich und Schüleraustausche werden nun sinnvoll gefördert.

Neue Profile ergänzen das Unterrichtsangebot. Der bilinguale Zweig und die Notebook-Klassen werden von Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen.

Neue Schülergenerationen fordern auch neue Lernformen, eine neue Lernorganisation. Viele Kolleginnen und Kollegen machen sich auf den Weg zu mehr „Selbstorganisation“, mehr „Individualisierung“ und mehr „Reflexion von Unterricht“.

Kollegiales Feedback, Arbeiten mit Lernplattformen, verstärkte Zusammenarbeit mit den großen Firmen der Region, der Einstieg in eine systematische Studien- und Berufsorientierung zeigen, dass die FLS erfolgreich versucht, sich diesen Anforderungen einer neuen Schülergeneration zu stellen.

Der letzte Schritt auf diesem Weg ist die Entscheidung des Kollegiums „Selbständige Berufliche Schule“ zu werden. Im Februar 2012 erhält die Schule dieses Zertifikat.

Auch in nächsten Jahren warten weitere Herausforderungen auf die mittlerweile über 100 Jahre alte Schule. Auch wenn unsere Räume im Moment immer noch knapp sind und die Schülerzahlen kaum sinken, werden wir in den nächsten Jahren unter Beweis stellen müssen, dass unser Angebot „konkurrenzfähig“ ist.

Im Sommer 2014 wird der langjährige Schulleiter Ekkehard Nozulak pensioniert, und nach einer langen Übergangzeit tritt im Frühjahr 2015 Michael Kircher sein Amt als neuer Schulleiter an. Nur ein knappes Jahr später beginnt auch unsere neue stellvertretende Schulleiterin Claudia Schmidt ihre Arbeit an der Schule.

Die Friedrich-List-Schule wird in Bewegung bleiben.