Zeit und Raum in Philosophie und Physik

In der Friedrich-List-Schule erfahren Schüler, wie Forschen und philosophisches Denken zusammengehen

Erst lernen, dann selbständig denken – lehrt der Talmud. Dieser Herausforderung stellen sich 99 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums der Friedrich-List-Schule an einem Projekttag gemeinsam mit ihren Ethik- und Physiklehrern und Klaus Peter Haupt. Der Physiklehrer und Leiter des Schülerforschungszentrums Nordhessen veranschaulicht den Zwölftklässlern in Workshops und seinem Vortrag, was naturwissenschaftliches Wissen und philosophisches Denken verbindet.

Im Ethik-Workshop zum Thema Zeit beschäftigen sich die Jugendlichen mit philosophischen Zugängen, um sich dem Phänomen Zeit und der Zeitmessung zu nähern. Mit den gewonnenen Erkenntnissen erstellen sie persönliche Zeitprofile. Sie diskutieren auch individuelles Zeitempfinden und den unterschiedlichen Umgang mit Zeit in den Kulturen. Der anschließende Physik-Workshop stellt Fakten, also wissenschaftlich Nachweisbares, in den Vordergrund, die Grundlage für die Zeitmessung sind. Handfest wird es auch, als die Schülerinnen und Schüler Sonnenuhren konstruieren.

Der abschließende Vortrag von Klaus Peter Haupt „Über das Wesen von Raum und Zeit – in Philosophie und Physik“ nimmt seine Zuhörer mit auf eine Reise vom Urknall bis in die Gegenwart. Zahlreiche Bezüge zum alltäglichen Leben veranschaulichen den Vergleich beider wissenschaftlichen Disziplinen. Die vielen Schülerfragen an Klaus Peter Haupt während des Vortrags und auch noch nach Ende der Veranstaltung lassen kaum Zweifel am Erfolg des Projekttags, was Lernen und Denken anbetrifft.